Gerätekraftwagen I

Der Lahnsteiner GKW I in der Fahrzeughalle.
Technische Details
RufnameHeros Lahnstein 22/51
KennzeichenTHW-96196
Typ

Iveco Magirus Eurocargo

FF 140 E 24 WD

Motorisierung176 kW (239 PS), 5.880 ccm, Diesel
Leergewicht9.150 kg
Zulässiges Gesamtgewicht14.000 kg
Sitzplätze1+8
Höchstgeschwindigkeit96 km/h
Länge / Breite / Höhe8.040 mm / 2.500 mm / 3.230 mm
Anhängelast gebremst/ungebremst21.000 kg / 1.300 kg

 

Der Gerätekraftwagen (GKW) der ersten Bergungsgruppe verlässt immer als eines der ersten Fahrzeuge den Ortsverband. Er ist Bestandteil der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Ortsverbandes.

In jedem guten Haushalt gibt es eine Werkzeugkiste. Der Ortsverband Lahnstein besitzt eine auf Rädern: den GKW. Etwa 14 Tonnen bringt das Fahrzeug auf die Waage, um Schraubenzieher, Zange und Hammer an die Einsatzstelle zu bringen. Bis zu neun Helferinnen und Helfer sind in der Gruppenkabine vorne mit an Bord, geführt durch den Gruppenführer.

Doch nicht nur handelsübliches Kleinwerkzeug verbirgt sich im Gerätekoffer im hinteren Teil des Fahrzeuges. Die Grundidee ist einfach: In den Gerätefächern und auf dem Dach wird alles mitgeführt, was im Einsatz gebraucht wird. Zu finden ist Großwerkzeug wie Schaufel, Krankentrage, ein tragbares Stromaggregat, Leitern und Stützen für einsturzgefährdete Häuser. Daneben Spezialwerkzeug für die Menschenrettung, beispielsweise das Abseilgerät sowie unterschiedliche Tragen, die auch als Seilbahn verwendet werden können.

Der Werkzeugkoffer des THW

Auch verschiedenste Geräte zum Anheben schwerer Lasten sind Bestandteil der Beladung. Sie werden benutzt, um Betontrümmer oder Teile verunglückter Fahrzeuge anzuheben. Betrieben werden sie mit verschiedenen Methoden: von Luft über Öldruck bis hin zum Hebelprinzip. Sie müssen ein breites Spektrum abdecken: kleinste Geräte, die direkt in Spalten geschoben werden können, bis hin zu größerem Gerät zum punktuellen Anheben von bis zu 40 Tonnen. Spezialgeräte zum Ziehen von Lasten gehören ebenfalls zum Spektrum des Fahrzeuges. Das Highlight hier: die fest im Fahrzeug verbaute Seilwinde, die direkt fünf Tonnen, mit Hilfe von einfacher Umlenkung wie beim Flaschenzug bis zu 10 Tonnen ziehen kann.

Damit die Hilfe auch ankommt, ist das Fahrzeug mit einem zuschaltbaren Allradantrieb versehen. So kommt man auch bei widrigen Straßenverhältnissen an entlegene Punkte. Der Schutz der Helfer ist ebenfalls wichtig: Im GKW vorhandene Pressluftatmer ermöglichen das Atmen selbst bei dichtem Rauch, Staub und giftigen Gasen.