THW Jugend Lahnstein im bayerischen Landshut

Vom 01. August 2012 bis 08. August 2012 trafen sich rund 4.500 Junghelfer und Betreuer des THW aus dem gesamten Bundesgebiet zum 14. Bundesjugendlager in Landshut an der Isar.

Natürlich nahm auch die Lahnsteiner THW-Jugend mit 10 Jugendlichen und 5 Betreuern teil. 

Trotz Ferien ging es um 7 Uhr früh für die Jugendlichen unter Leitung der Jugendbetreuerin Steffi Ems mit 2 Kleinbussen in Richtung Süden los. Das Material startete schon nachts um drei Uhr, damit der LKW möglichst gleichzeitig mit den Teilnehmern in Landshut ankam.  Dank dafür den Helfern Markus Clausen und Dominique Laros, die diese Nachtschicht übernommen haben.

 

Nach der langen Reise meldeten sich die Lahnsteiner am sogenannten „Meldekopf“ und begann sogleich mit dem Aufbau und der Einrichtung der Zelte auf dem Messegelände. Im Anschluss wurden das riesige Gelände sowie die Unternehmungsmöglichkeiten im Lager erkundet. Der erste Eindruck zeigte, wie auch schon der letzte Teil der Anreise „ganz Landshut  ist blau“.

 

Das Organisationsteam hatte für die vielen Besucher ein umfangreiches Programm vorbereitet. Wegen der vielen Aktivitäten waren für einige Veranstaltungen entsprechende Anmeldungen erforderlich, die schon im Vorfeld erfolgten.

Fünf Lahnsteiner nahmen an einem Modellbauworkshop teil, bei dem in einer kleinen Gruppe ein Diorama entstand, das sogar in die engere Auswahl für den Gruppensieg kam. Nun wird es den Jugendraum in Friedrichssegen schmücken. Für Abkühlung an den heißen Tagen sorgte auch der Besuch im Landshuter Freibad. Aber auch Kultur und Bildung standen auf dem Programm. Bei einem Besuch in München wurde das Deutsche Museum erkundet und danach stand der obligatorische Shoppingevent in der Münchener Innenstadt auf der Liste der Wünsche.

Aber auch die Erkundung der Herstellung eines bayerischen Grundnahrungsmittels war Thema einer von den Lahnsteinern besuchten Veranstaltung. Die Gruppe fuhr nach Erding und besichtigte dort die Erdinger Brauerei. Nach der interessanten Führung wurden die Teilnehmer mit leckeren Weißwürsten und Getränken (natürlich alkoholfrei) versorgt.

 

An einen „Beautykurs“ der besonderen Art haben zwei Junghelfer aus Lahnstein teilgenommen. Beim DRK Landshut konnten sie einen großen Einblick in die „Realistische Unfalldarstellung“ gewinnen. Hier wurden verschiedene Wunden und Verletzungen gemalt und dargestellt.

Auf dem Lagergelände wurde aus Schrott Kunst. Die Firma Liebherr, unterstütze das Bundesjugendlager und so entstanden unter Anleitung der Ausbilder mittels Schweißen kleine Schrottfiguren.

Auch der Graffiti Workshop ließ einige aus Lahnstein verweilen und sie schafften auch hier tolle Kunstwerke, die nun im Jugendgruppenraum in Friedrichssegen zu betrachten sind.

 

Ein besonderer und vorher durch die Betreuer geheim gehaltener Ausflug war der Besuch der Erdinger Therme. „Erholung“ pur hieß es und 20 Rutschen garantierten jede Menge Fun, Abenteuer und Action (www.therme-erding.de).

 

Einen Hauch von Hollywood konnten die Lahnsteiner Jugendlichen beim Besuch der Bavaria Filmstadt schnuppern. Sie erlebten hautnah die Entstehung beliebter Kino- und Serienhighlights, spannenden Hintergrundinformationen und atemberaubende Momente im

4 D Erlebnis Kino. Eine Vielzahl an interaktiven Filmkulissen und eine witzige und zugleich lehrreiche Mitmacherlebniswelt – das Bullyversum – gehörten ebenso zu der erlebnisreichen Führung.

 

Der Samstag stand ganz im Zeichen des großen Bundesjugendwettkampfs in der Landshuter Innenstadt. Hier traten 16 Jugendgruppen aus allen Bundesländern an. Rheinland-Pfalz wurde vertreten durch den Ortsverband Hermeskeil, die einen stolzen 5. Platz belegten.

Am Sonntag stand Sport auf dem Programm. Zwei Jugendliche nahmen am Schnuppertauchen auf dem Lagergelände teil und der Rest trat beim Fußballturnier an. Drei Betreuer machten sich am sehr frühen Morgen auf nach Bad Tölz um dort Canyoning (www.wilderkaiser.de) zu erleben.

An diesem Tag wurden alle Lahnsteiner überrascht, denn zwei weitere Lahnsteiner,

Christian Schmidt und Julia Kring nahmen den weiten Weg in Kauf um die tolle und beindruckende Atmosphäre des Lagers zu erleben. Am Nachmittag gönnten sich alle eine Erfrischung im Freibad.

 

Nicht zu kurz kam aber auch das Kennenlernen der anderen Mitglieder der THW-Familie, immerhin hatte die Jugendgruppe aus Niebüll eine Anfahrt von ca. 1000 km auf sich genommen und damit den imaginären Preis für die weiteste Anreise geholt. Die Lagerkonzerte gaben ausreichend Gelegenheit für das Miteinander. 

 

4.500 hungrige Mäuler zu stopfen ist für eine Küche eine große Herausforderung.

Es wurden 2.5 Tonnen Nudeln verarbeitet, für das Frühstück verbrauchten die Teilnehmer

2 Tonnen Wurst, 140.000 Semmeln und wen wundert’s bei Kindern, 100.000 Portionen der bekannten Haselnusscreme.

Am Mittwoch wurde nach einem ausgiebigen Frühstück folgte der Rückbau der Zelte. Alles wurde wieder eingepackt und die Heimfahrt nach Lahnstein angetreten. Die Fahrt diente den Jugendlichen hauptsächlich dazu die Eindrücke zu verarbeiten und das Schlafdefizit der letzten Woche zu verringern.

Die letztendlich 17 Teilnehmer aus Lahnstein hatten in Ihrem Gepäck nicht nur Ihre persönlichen Dinge, sondern auch eine ganze Menge an tollen Eindrücken und Erlebnissen.

Alle freuen sich schon auf das THW- Bundesjugendlager 2014, das in Nordrhein-Westfalen stattfinden wird.

Ein ganz besondere Dank gilt insbesondere den 5 Betreuern aus Lahnstein, (Steffi Ems, Markus Clausen, Dominique Laros, Alexander Elbert und Markus Brauner) die ihren Urlaub für diese gute Sache eingesetzt haben.